Montag, 11. April 2016

Saisonvorbereitung auf Mallorca


Die Saison rückt näher und so liegt es nahe, dass man noch ein wenig an seiner Form feilt. Die Jugend B macht das im Breisgau zusammen mit der STU, die älteren sind in Colonel St. Jordi auf Mallorca mit Landestrainer Christian Weimer.  Sportwart Volker Braun-Hübsch und Pressewart Thomas Schütz hingegen luden alle Vereinsmitglieder ein, in einem gemütlichen Hotel auf Mallorca verstärkt Radkilometer zu sammeln.



Insgesamt sieben Athleten nahmen die Einladung an; allesamt Stützen des Ligateams. Um vorweg einige Sachverhalte zu erklären, empfiehlt es sich, die mittlerweile zwei Jahre alten Gastbeiträge von Thomas zu lesen, die seinerzeit auf www.unterlenker.com [dem sehr lesenswerten Blog unseres Radsportwartes Boris Odendahl] erschienen sind. Hieraus ergibt sich auch, warum die Wahl auf eben jenes Hotel fiel.



Die Fahrt zum Flughafen fand dank Zeitumstellung in aller Frühe statt, damit man den ersten Tag zum Aufbau der Räder und lockeren Einrollen verwenden konnte.
Schwimmen fiel leider an den ersten beiden Tagen aus, da an den Ostertagen das nahegelegene Schwimmbad geschlossen war. Insgesamt konnten aber sieben Einheiten im Wasser absolviert werden.
 Im Vorfeld erstellte Manfred Biehler einen groben Rahmenplan, der wetterabhängig leicht verändert werden konnte.
 

Tag 1: Nachdem die Räder abgeholt, bzw. aufgebaut waren, wurden letzte Korrekturen und eine Erhöhung der Luftdrücke vorgenommen. Die Runde führte streckenweise über den Parcours der Challenge Paguera, die jährlich im Oktober stattfindet. Überwiegend flach steuerten wir in einer kleinen malerischen Bucht (Cala Figuera) ein Café an, wurden jedoch nicht bedient. Über Santa Ponsa ging es heimwärts, wobei wir noch das Tour-Bulls-Team trafen.


2. Tag: Eine überwiegend flache Tour nach Bunyola stand auf dem Plan. 107km mit lediglich ein paar kleinen Ortsschildsprints bei traumhaftem Wetter. Easy Spin und nur ja nicht überziehen vor der dem ersten Ruhetag. Die Muskeln sollten erst einmal gelockert und auf die bevorstehenden Belastungen schrittweise eingestellt werden.
 


3. Tag: Der zweite Betreuer und zugleich Sportwart Volker reiste nach und stieß nach der ersten lockeren Einheit im Wasser zu uns. Da am nächsten Tag ein Ruhetag anstand, konnte die Truppe ein wenig länger fahren, aber dennoch mit hoher Frequenz in flachem Gelände. Ziel war das Kloster Randa, welches am Scheitelpunkt der Route einen traumhaften Ausblick über weite Teile der Insel garantierte. Nach 45km ereignete sich der erste und glücklicherweise auch einzige Sturz. Freddi konnte dank des nahegelegenen Eroski-Supermarktes und der hervorragenden Sprachkenntnisse aller Mitfahrer professionell verarztet werden und setzte tapfer die Fahrt fort. Auch wenn seine weissen Schuhe nun nicht mehr hundertprozentig sauber waren. Am Fuße des Klosters kam nun die Frage auf, ob man wirklich noch hochfahren sollte, aber schließlich waren sich (beinahe) alle einig, dass der Ausblick es wert sei. Die Rückfahrt ist leider nicht ganz so malerisch, da man sich durch Palma schlagen muss. Diese Passage sucht man sich nicht freiwillig aus. Als Novum fanden die Guides aber den „Coll de sa creu“- ein malerischer Anstieg mit schönen Serpentinen, der jedoch bei  KM130 nicht mehr hätte sein müssen. Kilometermäßig war dies die Königsetappe mit 150km.
 




4.Tag: Am ersten Ruhetag stand nur Schwimmen und ein lockeres Läufchen mit Lauf-ABC auf dem Plan. Da Dominic als Laufguide jedoch gerne etwas mehr macht wurde hieraus ein fast 10km-langer Rundkurs mit einigen Sprints. Leider stürtze Freddi beim Laufen erneut. Konnte aber auch hier die Einheit beenden.
 

5.Tag:  Die erste wirklich bergige Tour führte über den Hausberg nach Galilea, Puigpunyent und Bunyola an den Fuß des Coll D’Honor, besser bekannt als Orient. Philipp, der aufgrund einer Operation an der Leiste im Vorfeld des Trainingslagers pausieren musste, fand zum ersten Mal seinen Tritt und fuhr die Berge mit Freddi hoch, der durch seine Fokussierung auf die Raddisziplin mehr Kilometer in den Beinen hatte, wie alle anderen zusammen. Nach dem wunderschönen Tal, gab es einen Kaffee in Alaró und es wurde mal wieder versucht zu kreiseln. Hier besteht jedoch noch einiges Verbesserungspotential. 119km mit knapp 1700HM machten Lust auf mehr.
 



6.Tag: Dank genauer Wettervorhersagen war der Freitag , wie befürchtet, der erste Regentag. Auf dem Weg vom Schwimmbad zurück lief das Wasser sintflutartig von Terrassen und Vorgärten. Keine Chance aufs Rad zu steigen. Die Fahrt zur Laufbahn entfiel und das geplante 3x1000m, Laufprogramm wäre fast entfallen. Da kam jedoch der hervorragende Vorschlag das Ganze entlang der Promenade (die einzigen flachen Meter in Paguera) durchzuführen. Aufgrund seiner panischen Angst krank zu werden, entschied sich Thomas dazu, seinen Job als Pressewart ernster zu nehmen und Fotos aus sicherer Entfernung unter dem Vordach eines Cafés zu machen und zugleich einen selbigen „Con leche“ zu verköstigen.
 


7.Tag:  Der zweite Ruhetag wurde mit einem kurzen lockeren Läufchen eingeläutet. Thomas hatte jedoch einen Zwangsruhetag durch den Regen eingelegt und so fuhren Dominic, Volker und er noch einmal den „Coll de sa Creu“, um einen Rundkurs zu suchen. Hierbei wählten sie auch Strecken fernab jeden Tourismus – getreu dem Motto „meet the locals“ wurde in „Sa Roca“ jedoch die Kette etwas weiter rechts gelegt und niemand kam auf die Idee anzuhalten. Wenngleich in der dortigen Tapasbar schon ein reges Treiben für die frühe Uhrzeit herrschte. Jedoch war auch zu vermuten, dass gleich auch das Mobiliar auf die Strasse fliegen könnte. Deshalb ging es über den Schweineberg heim. 60km in sehr ruhigem Tempo. Abschließend folgte noch ein kleines Schwimmprogramm zur Lockerung.
 



8.Tag: Nach dem zweiten Ruhetag durfte laut Plan „auch mal ein dickerer Gang bewegt werden“. Somit stand die Königsetappe an: 130km mit knapp 2200Hm über die traumhafte MA-10, die Küstenstrasse. Von Andratx über Bunyolbulfar bis nach Valldemossa. Hier wurde eine traditionelle Ensaimada und ein Kaffee verköstigt. Dann ging es weiter über Deia nach Sóller zum letzten richtigen Berg des Tages. 8km mit 6km Serpentinen , die wie mit der Richtschnur gezogen, konstant 5% aufweisen. Ein Rollerberg, der jedoch dem krankheitsgeplagten Capitano (Volker) auch den letzten Zahn zog. Der rasanten Abfahrt folgten 40flache Kilometer mit abschließender Fahrt über den Schweineberg. 

 

9.Tag:  Da für den letzten Tag erneut Regen angekündigt war, wurde die Etappe von Dienstag vorverlegt, da man die Küstenstrasse auch in die andere Richtung einmal gefahren sein muss. Nach kurzem Fotoshooting mit unserem Hotelier Xisco ging es mit hoher Trittfrequenz noch einmal über Galilea nach Puigpunyent und dann die MA-10 in anderer Richtung, wobei man nun ständig das Meer im Blick hat, was von der anderen Strassenseite aus, etwas verdeckt war. In Bunyolbulfar gab es einen traditionellen letzten Kaffee, um dann entspannt die letzten Wellen hochzurollen. Leider kam etwas Wind auf und gerade die leichteren Fahrer hatten große Schwierigkeiten sich auf dem Rad zu halten.
 






10.Tag: Der letzte Tag begann mit leichtem Regen und so wurde noch etwas gedehnt, eine Schwimmeinheit absolviert und die Urlaubseindrücke wurden noch auf Postkarten und ähnliches gebannt.  Zeit genug die Koffer zu packen und Abschied von der Insel zu nehmen. Xisco hat noch ein paar Verbesserungen für nächstes Jahr angekündigt, alles in allem war die Truppe sehr zufrieden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team vom Hotel Paguera Treff, insbesondere Xisco Porcel, der uns einen sehr guten Preis gemacht hat. Außer den Stürzen von Freddi sind alle sturzfrei durchgekommen und auch Pechvogel Kay, der in den Vogesen fünf Platten hatte, konnte ordentlich Kilometer sammeln.

Am Flughafen Hahn empfingen uns dann die Fahrer/in. Tobias Vater konnte in seinen Lieferwagen problemlos die überdimensionalen Radkoffer verstauen und trug entscheidend dazu bei, dass wir mit wenigen Fahrzeugen auskamen.

 

Vielleicht hat die Lektüre dieses Berichts etwas die Reiselust geweckt. Wer Interesse hat, kann dies schon mal vorbringen, damit wir für 2017 etwas Vergleichbares planen können.

Mehr Bilder gibt es hier
Abschließend kann man sagen, dass die Truppe trotz teilweise sehr unhomogener Fahrweise super harmoniert hat und man darf gespannt sein, ob sich die Radform entscheidend verbessert hat. Die Saison kann auf jeden Fall kommen.

Der erste Formtest findet schon dieses Wochende am Olympiastützpunkt in Saarbrücken statt. Der Swim-and-Run-Staffelwettkampf der DJK Dudweiler. Wer Interesse hat, bitte Volker Braun-Hübsch Bescheid geben.

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